Magento Verfügbar

B2B-Modus

Für Shops, die nur an Gewerbetreibende verkaufen: Pflichthinweis, gewerbliche Felder und ein Nachweis der Unternehmereigenschaft an jeder Bestellung.

Wer sich ausschließlich an Gewerbetreibende richtet, muss das deutlich machen — und im Zweifel belegen können. Sonst gilt für eine Bestellung Verbraucherrecht: Widerrufsrecht, Bruttopreispflicht, Button-Lösung. Genau diese Lücke schließt das Modul, und zwar an der Stelle, an der sie entsteht: bei der Bestellung.

Vier Bausteine greifen ineinander. Ein nicht wegklickbarer Pflichthinweis auf jeder Storefront-Seite, ein Hinweis-Layer beim Erstkontakt (wahlweise mit erzwungener Bestätigung oder nur als Hinweis), gewerbliche Felder bei der Kontoanlage und die Bestätigung der Unternehmereigenschaft — im Checkout ein zweites Mal, weil ein Gast die Registrierung nie durchläuft.

Der Nachweis landet an der Bestellung, nicht nur am Konto: als was bestellt wurde, wann bestätigt wurde und mit welchem Wortlaut. Den Wortlaut setzt der Server aus der aktuellen Konfiguration, nicht der Browser — spätere Textänderungen berühren bestehende Bestellungen deshalb nicht. Im Backend steht das alles in der Bestellansicht, ohne dass jemand in die Datenbank schauen muss.

Neben dem reinen B2B-Betrieb gibt es die Betriebsart „Gemischt": Der Kunde wählt im Checkout zwischen Privat- und Geschäftskunde, die gewerblichen Felder erscheinen erst bei „gewerblich". Für Geschäftskunden lässt sich die Auswahl aus dem Kundenkonto vorbelegen; entschieden wird trotzdem pro Bestellung.

Funktionen

  • Pflichthinweis auf allen Storefront-Seiten, oben oder unten, wahlweise mitscrollend — nicht wegklickbar
  • Hinweis-Layer beim Erstbesuch, wahlweise mit erzwungener Bestätigung oder nur als Hinweis, optional mit Ablehnen-Link für Verbraucher
  • Gewerbliche Felder bei der Kontoanlage: Firma, USt-IdNr., Abteilung, Ansprechpartner, Handelsregisternummer, Branche — jedes einzeln ein- und ausblendbar und einzeln als Pflichtfeld schaltbar
  • USt-IdNr. läuft über Magentos Standardfeld, damit VIES-Prüfung und automatische Kundengruppenzuordnung darauf aufsetzen
  • Bestätigung der Unternehmereigenschaft mit Zeitstempel und Wortlaut — an der Registrierung und an jeder gewerblichen Bestellung
  • Betriebsarten „Nur Gewerbe" und „Gemischt", umschaltbar bis auf Store-View-Ebene
  • Zahlarten für Privatkunden ausblenden (Anzeigeregel, keine serverseitige Sperre)
  • Kontoseite „Gewerbliche Informationen" mit bearbeitbaren Stammdaten; die Erklärung selbst nur zur Ansicht
  • Prüfungen laufen serverseitig — ausgeblendete Felder werden gar nicht erst verlangt, sichtbare lassen sich nicht durch Ausblenden umgehen
  • Keine Cookies: Die Entscheidung am Hinweis-Layer liegt im localStorage, die Seiten bleiben voll cachebar
  • Deutsch und Englisch

Voraussetzungen

  • Magento 2.4.4 bis 2.4.8 (Open Source oder Adobe Commerce)
  • PHP 8.1 bis 8.4
  • Keine Core-Änderungen; vier zusätzliche Spalten an Warenkorb und Bestellung

Häufige Fragen

Ist das eine Rechtsberatung?
Nein. Das Modul liefert die Technik und Textvorschläge, nicht die Rechtssicherheit. Besonders die Formulierung der Bestätigung gehört vor dem Livegang zu einem Anwalt — sie ist der Satz, auf den es im Streitfall ankommt.
Warum wird die Bestätigung im Checkout noch einmal abgefragt?
Weil die Bestätigung bei der Registrierung nur belegt, was jemand bei der Anmeldung erklärt hat. Ob Widerrufsrecht besteht, entscheidet sich pro Bestellung — und Gäste durchlaufen die Registrierung nie. Deshalb sitzt die zweite Checkbox über dem Bestellbutton, und die Prüfung läuft dort, wo die Bestellung entsteht.
Kann ein Kunde die Prüfung umgehen?
In eine Richtung ja, in die entscheidende nicht. Wer „gewerblich" wählt, kommt ohne Erklärung nicht durch den Bestellabschluss — das wird serverseitig geprüft. Wer die Anfrage manipuliert und eine gewerbliche Bestellung als privat deklariert, tut das zum eigenen Nachteil, weil dann Verbraucherrecht gilt. Im reinen B2B-Betrieb wird die Kundenart ohnehin serverseitig gesetzt.
Wird die IP-Adresse zum Nachweis gespeichert?
Nein, bewusst nicht. Gespeichert werden Zeitstempel und Wortlaut der Erklärung. Die IP wären zusätzliche personenbezogene Daten mit fraglichem Mehrwert daneben.
Sollte die USt-IdNr. ein Pflichtfeld sein?
Nur wenn Reverse Charge greifen soll. Nicht jeder Gewerbetreibende hat eine — Kleinunternehmer nach § 19 UStG etwa nicht. Als Pflichtfeld schließt sie diese Kunden aus, deshalb steht sie im Standard auf „sichtbar, aber optional". Dieselbe Überlegung gilt für Abteilung, Ansprechpartner und Handelsregisternummer: rechtlich zwingend ist davon nichts, und jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Abschlüsse.
Kann ich Zahlarten wie Kauf auf Rechnung auf Gewerbekunden beschränken?
Ausblenden ja, sperren nein. Ausgewählte Zahlarten verschwinden, sobald im Checkout „Privat" gewählt ist, und sind beim Umschalten sofort wieder da. Serverseitig bleiben sie erlaubt, weil der Server die Kundenart während der Zahlartenauswahl noch nicht kennt. Eine echte Sperre ist nachrüstbar, sobald sie gebraucht wird.
Was ist noch nicht enthalten?
Nettopreisdarstellung abhängig von der Kundenart, Freischaltung neuer Konten durch den Händler, Preise erst nach Login, USt-IdNr.-Prüfung mit Nachweisführung, Reverse Charge und Rechtstexte je Kundengruppe. Das gehört in spätere Abschnitte — wir sagen dir vorher, was davon dein Shop wirklich braucht.